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Sd.Kfz.165 Hummel
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Sd.Kfz.165 Hummel

 Sd.Kfz.165 Hummel (early version)

4.Panzer-Division, Ostfront Frühjahr 1944

 

Verwendetes Material:

  • Dragonbausatz #6204
  • Eduard PE Set #35605
  • Jordi Rubio 15cm Metallgeschützrohr
  • Friul ATL-19 Panzer III/IV Winterketten
  • Karaya Kupfer Abschleppseile
  • Staukiste von MR Modellbau Set #MRA-3582

 

Gallerie: modellbau-schwabe.de.tl/Gallerie/kat-1.htm

 

 

 

 

 

Baubericht
 
 
 
Das Sd.Kfz 165 Hummel entstand durch Bedarf, die Artillerie beweglicher und flexibler zu gestalten. Das Ergebnis der Entwicklungs-Bemühungen war die Hummel; ein Fahrwerk aus gemischten Pz.III und Pz.IV Komponenten sowie dem 150mm Geschütz der Feldhaubitze 18.Zwischen 1943 und 1945 wurden XXX Hummel Fahrzeuge an die Truppe ausgeliefert und wurden sowohl an der West- als auch der Ostfront eingesetzt. Begleitet wurde die Hummel durch Munitionsträger, die abgesehen vom fehlenden Geschütz der Hummel glichen und dazu dienten, den geringen Munitionsvorrat der Hummel (18 Schuss) zu erhöhen. Obwohl ursprünglich als Artillerie-Unterstützungsfahrzeug schneller offensiver Truppen konzipiert, überzeugte die Hummel vor allem bei den Rückzugsgefechten, welche ab 1943 an der Tagesordnung waren. Vor allem das weitreichende Geschütz wurde für viele Einheiten beim Rückzug zur Rettung in letzter Not. Inklusive Geschützbesatzung benötigte die Hummel 7 Mann, welchen neben dem Geschütz auch diverse Infanteriewaffen (K98, MP40, MG34) zur Verfügung standen.
 
 
Über das Modell wurde seit der Erscheinung im Frühjahr 2004 (bzw. der Einführung der „Initial-Variante“ 2003) viel Lobenswertes geschrieben, was ich nur bestätigen kann. Neben den XXX Bauteilen an den X Spritzlingen aus hellgrauem Kunststoff findet man in der Schachtel auch eine kleine Ätzplatine zur verbesserten Detaillierung. Natürlich bestehen die Ketten Dragon-typisch aus Kunststoff-Einzelkettengliedern. Als besonderes Gimmick ist dem Bausatz neben einer schönen Besatzungsfigur noch das komplette Figurenset „Florian Geyer“ beigelegt, das aus zwei SS-Meldern samt Pferden besteht. Die Teile machen einen erstklassigen Eindruck. Gräte oder Verzug sucht man vergebens.
Die Anleitung besteht, wie bei vielen neueren Dragonbausätzen, aus Modellbildern eines echten Modells anstelle von Zeichnungen. Einerseits bekommt man einen guten Eindruck, wie und wo das entsprechende Teil anzubringen ist, jedoch passiert es schnell, dass man ein Teil übersieht. Immerhin ist nun die Farbgebung von Einzelteilen klar zu erkennen.
Die Decals sind, wie man vom Dragon inzwischen (leider) gewohnt ist, recht spärlich - und bieten den Bau dreier Fahrzeuge an (2 Fahrzeuge für die Ostfront 1944, eines für Griechenland 1944). Zudem kann man zwischen zwei verschiedenen Treibrädern wählen. Aber Originalfotos und Ideenreichtum (bzw. Phantasie) ermöglichen viele weitere interessante Varianten. Obwohl dem Bausatz ein kleiner Ätzteilbogen beiliegt, habe ich mich entschlossen, einen Ätzteilesatz von Eduard zu verwenden. Zusätzlich wurden Ostketten von Friul sowie ein Metallrohr von Jordi Rubio verbaut.
Das Eduard Ätzteil-Set besteht aus zwei Platinen, die Eduard-typisch sauber aussehen; das Material erscheint nicht zu dünn.
Hauptsächlich handelt es sich bei den Teilen um Detail-Ergänzungen für den Kampfraum und das Geschütz, ebenso die üblichen Halterungen für diverse Werkzeuge und andere Gegenstände. Zusätzlich sind neue Schmutzfänger für vorne und hinten enthalten, um die zu dicken Kunststoffteile des Bausatzes zu ersetzen.
Die Ostketten wurden wegen ihres martialischen Aussehens von mir gewählt. Dem „Nuts and Bolts“-Heft über die Hummel zufolge scheint es mindestens eine Hummel mit Ostketten gegeben zu haben. Ich wollte nicht explizit dieses Fahrzeug darstellen, aber es diente als Hinweis darauf, dass es diese Kombination wohl tatsächlich gab. Die Ketten bestehen aus 215 Gliedern und 75 Eisgreifern.
Das Alu-Rohr von Jordi Rubio wurde von mir wegen der dargestellten Züge im Rohr gewählt und deswegen, weil ich mir das Schleifen des Rohres ersparen wollte. Leider sind nur die ersten Millimeter des Rohres mit den Zügen versehen, aber später sollte das nach dem Bemalen sowieso nicht mehr zu sehen sein. Das Rohr besteht aus einem einzigen Teil, da keine Mündungsfeuerbremse oder dergleichen beim 15cm Geschütz zu finden ist.   
 
 
Wie immer ist der erste Schritt das Fahrwerk: Hier gibt es bei der Hummel keine Probleme; das typische Pz.IV Fahrwerk eben. Da es wieder galt, jede Menge Laufrollengummis zu bemalen, schob ich diesen Teil erst einmal beiseite.
Nach Zusammenbau der Wanne kam das Ankleben der Schwingarme, hier zeigte sich eine erste Schwäche des neuen Bausatzes: Die Schwingarme waren innen hohl, was später zu sehen war, außerdem war viel Abschleifen und Gratentfernung nötig.
Beim Vergleich mit Bildern in „Nuts and Bolts“ stellte sich heraus, dass viele der Anbauteile an der Wanne und am Fahrwerk über grobe Schweißnähte verfügen: Hier stellte ich diese Schweißnähte mit Hilfe von geschmolzenen Gußast und Klebstoff bzw. nur mit Klebstoff dar – die Form der Nähte wurde mit der Spitze einer kleinen Feile eingedrückt.
Das Einbauen der Oberwanne verlief nicht ganz problemlos: Kleine Schlitze zwischen den Teilen erorderten das Nacharbeiten mit Spachtelmasse, ein großes Problem stellte das jedoch nicht dar.
Nächster Bauschritt war das Geschütz: Obwohl das Geschütz von Dragon nicht überarbeitet wurde, ist es recht ansprechend. Bau geht problemlos von statten, größere Schleifarbeiten waren nicht nötig. Der Einbau des Rubio-Rohres war auch völlig problemlos, ebenso das Ergänzen mit Eduard Ätzteilen. Ein Wehrmutstropfen war die Rohrwiege: Hier muss die eckige Aussparung vorne zugespachtelt werden. Die abgeschliffenen Bolzen ersetzte ich durch Ätzteile aus der Grabbelkiste.
Bei sorgfältigem Bau ist das Geschütz später schön beweglich, auch wenn das eher sekundär ist. Das Aufbohren des Bauteils XX gelang mir nicht, daher ist bei mir das Geschütz nur höhenbeweglich, nicht längs der Rohrwiege.
Nach dem Bau des Geschützes widmete ich mich dem Innenraum zu. Die unterschiedlichen Museumsfahrzeuge auf der Welt ergeben kein stimmiges Bild vom Innenraum, ebenso wenig Originalfotos aus dem Krieg. Ob es überhaupt eine einheitliche Verteilung der Innenraum-Ausrüstung gab, wage ich stark zu bezweifeln an, da während der gesamten Bauzeit der Hummel immer wieder Änderungen vorgenommen wurden, die nicht dokumentiert wurden. Möglicherweise stellt fast jede Hummel sogar ein Einzelstück dar. Beim Verteilen der Innenraumdetails und der Ausrüstung folgte ich teils „Nuts and Bolts“, teils der Eduard-Bauanleitung und zum kleinen Teil meiner eigenen Phantasie.
Die inneren seitlichen Wände wurden stark durch Ätzteile aufgewertet, vor allem plumpe Plastikgüsse von Waffenhalterungen und Kistenverschlüssen wurden ersetzt. Zusätzlich ergänzte ich die Kabelleitungen der Funkanlage mit dünnem Kupferdraht.
Beim groben Anpassen der Wände des Kampfraumes zeigten sich leider einige Unstimmigkeiten, die auf ein fehlerhaftes verkleben meinerseits zurückgingen – zum Glück konnte dank sorgfältigem Verspachteln und Schleifen das Problem gelöst werden.
Beim Betrachten des Innenraumes in den Referenzunterlagen fielen Splitterabweiser auf den beiden vorderen Panzerwänden auf, welche im Bausatz nicht dargestellt sind. Nach kurzem Überlegen fertigte ich diese Teile grob aus restlichem PE-Material an – grob deswegen, weil diese Stellen später nur schwer erkennbar sind.
Die Bemalung und Alterung des Kampraumes wurde bereits an dieser Stelle durchgeführt. In üblicher Weise erhielten die einzelnen Baugruppen Grundierung, Postshading (in aufgehellter Farbe), Washing und Drybrushing. Anschließend wurden Abnutzungsspuren an möglichst beanspruchten Stellen mit Graphitstift erzeugt. 
Bereits während und vor dem Zusammenbau des Kampfraumes wurden persönliche Gegenstände und Ausrüstung im Fahrzeug verstaut – einfach, um dem Modell etwas Leben einzuhauchen und weil man später nur noch schwer überall hinkommt.
Im Anschluss wurden aus Evergreen Material die Halterungen für die Ersatzkettenglieder angefertigt und aufgebracht. Diese Halterungen sind auf einigen Fahrzeugen belegt, jedoch stellen sie nachträgliche Umbauten der einzelnen Feldwerkstätten/Besatzungen dar.
Die diversen Kleinteile und die Rohrhalterung wurden nach Anleitung angebracht, zusätzlich ergänzte ich den Rand des Kampfraumes mit Ösen für Tarnmaterial bzw. für die Abdeckplane. Hierfür nahm ich einzelne Kupferdrahtstücke, die ich in Form gebogen habe.
Nebenbei lackierte und verklebte ich die Laufrollen und Fahrwerksteile. Nach einem grundlegenden Anstrich in Dunkelgelb war das Modell fast fertig – lediglich das Einsetzen des Geschützes und das Fahrwerk waren noch zu tun. Diese Schritte erfolgten jedoch erst nach der abschließenden Bemalung.
 
 
Da ich mich nicht auf ein bestimmtes Vorbild festlegen wollte, entschied ich mich für ein „Phantasie-Fahrzeug“. Zunächst wurde das Fahrzeug komplett in leicht aufgehelltem Tamiya XF60 Dunkelgelb grundiert. Die großen Flächen hellte ich mit nochmals aufgehelltem Dunkelgelb auf (Postshading). Dann sprühte ich, der Tarnvorlage aus der Anleitung grob nach, wolkige Tarnflecken in Braun und Grün (aus dem Gunze 1943-45 Farbenset „Schokoladenbraun“ und „Olivgrün“). Wiederum wurde das Innere der Tarnflecken mit der aufgehellten Tarnfarbe bearbeitet, um den Eindruck einer ausgeblichenen Tarnung zu erzeugen. Weil die Farbkontraste jedoch sehr stark wirkten (siehe Bild), übernebelte ich das Modell mehrfach mit verdünntem Dunkelgelb um die Farben ineinander zu blenden. Zusätzlich erfolgte das Verstauben des Fahrwerkbereiches und der unteren Seitenwände mit Gunze Graubraun.
Da ich ein Fahrzeug des Jahresanfangs 1944 darstellen wollte, kam mir die Idee, Reste von Wintertarnung aufzubringen. Dies machte ich mit weißer Ölfarbe, die ich stark verdünnte und an Nieten/Details aufbrachte. Stellenweise nahm ich etwas mehr Ölfarbe und verstrich sie nach unten, dazu nahm ich zusätzlich ein in Benzin getränktes Wattestäbchen.
Um etwas Dreck auf das Modell zu bekommen mischte ich etwas Kaffeepulver mit Wasser, feinem Schotter, Weißleim und brauner Acrylfarbe. Diese Mischung brachte ich an der Unterseite, am Fahrwerk, Bug und Heck an.
Nach einem Washing mit dunkelbraunen. Stark verdünnten Ölfarben über das ganze Modell folgte das Bemalen des „Schlamms“ mit einem Gemisch verschiedener Acryl-Brauntöne. Danach kam das obligatorische Trockenmalen mit Ölfarbe.  Im Anschluss wurden mit weichem Graphitstift Kratzer und Abnutzungserscheinungen aufgebracht, zusätzlich wurden mit Pastellkreide die Auspuffrohre „eingerostet“, zudem wurde etwas Rost unter den Ersatzkettengliedern aufgebracht, um durch Regen herunter geflossenen Flugrost darzustellen
Abschließend erfolgte die Versiegelung mit Klarlack. Durch das Washing und die Klarlack-Versiegelung kam die ehemalige Wintertarnung kaum noch zur Geltung, was mich aber nicht störte, sondern sogar gefiel.
Die Friulketten wurden nach dem Bau mit dunkler Rostfarbe (Acryl) grundiert, mit schwarzer Ölfarbe gewaschen und großzügig mit Graphitstift bearbeitet, außerdem folgte ein Einstauben mit Pastellkreide und das Darstellen von Abnutzung der Ketten mittels feinem Schleifpapier an den Kettenflächen und Kanten. Die Ersatzkettengleider erhielten dieselbe Behandlung, jedoch wurde anstelle von Staub Flugrost mit Pastellkreide aufgebracht.
Die Markierungen und Abeichen wurden direkt nach dem Verblenden der Tarnfarben mit verdünnter Grundfarbe aufgebracht. Hierfür nahm ich Sprühschablonen der Fa. Stencilit. Das Modell stellt eine Hummel der 4. Panzerdivision an der Ostfront im Frühjahr 1944 dar. Das „E“ auf der Hecktüre steht für das 5. Fahrzeug der Hummelbatterie.
 
 
Da das Fahrzeug später noch auf einem Diorama Platz finden soll, habe ich diverse Ausrüstungsgegenstände und Kleinkram auf und im Fahrzeug platziert. Die persönlichen Gegenstände und Waffen stammen meist von Dragon oder TriStar und wurden, wo nötig, mit Riemen aus Alufolie verfeinert. Der weiße Schlauch ist aus Metalldraht und stellt den Hydraulikschlauch für das Geschütz dar.
Die Plane wurde aus einem Stück Taschentuch und Weißleim hergestellt, die Riemen sind aus Alufolie. Die Holzkiste auf der rechten Kettenabdeckung stammt von MR-Modellbau (aus dem Schwimmwagen Detailset), die Abschleppseile sind von Karaya (für Panzer III/IV).
Die Tarnzweige auf dem Fahrzeug sind im Eigenbau entstanden: Hierfür wurden Naturmoos-Zweige der Fa. Busch verwendet, welche ich mittels Weißleim und feinem Modellbahn-Gras zu Nadelbaum-Zweigen umarbeitete. Durch das Bemalen mit Dunkelgrün und Braun entstand der Eindruck von Tannenwedel. Das Anbringen erfolgte ohne Klebstoff, die Zweige wurden lediglich gesteckt und geklemmt.
 
Referenzen
Nuts and Bolts #10 „Hummel“
Waffen Arsenal #3 „Nashorn, Brummbär, Hummel“

 

 


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