
Spähpanzer 2 A1 Luchs
OpFor Fahrzeug, Manöver 80er Jahre
Verwendetes Material:
Gallerie: http://modellbau-schwabe.de.tl/Gallerie/kat-7.htm
Der Spähpanzer 2 Luchs wurde Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre bei Porsche entwickelt und ab 1975 von Thyssen-Henschel gefertigt, die Einführung in die Truppe erfolgte dann ab Mai 1975. Bis 1977 wurden insgesamt 408 Exemplare an die Bundeswehr ausgeliefert. Der Luchs ersetzte damit den Hotchkiss Spähpanzer 11-2. Eine Besonderheit stellt die Kraftstoffversorgung des Motors dar - dieser läuft mit einer ganzen Reihe von Treibstoffen - einschließlich Diesel oder Benzin. Es werden alle acht Räder angetrieben, die Steuerung wirkt entweder auf die vier vorderen Räder, die vier hinteren Räder oder auf alle acht Räder. Zudem ist der Spähpanzer in der Lage zu schwimmen - dann erfolgt der Antrieb über 2 Propeller am Fahrzeugheck. Das Fahrzeug ist mit einer Bordmaschinenkanone RH 202 Kal. 20 mm ausgestattet, zusätzlich trägt es ein MG3 auf der Drehringlafette.
Der Spähpanzer 2 Luchs wurde im weiteren Verlauf modernisiert, verlor jedoch aufgrund des erhöhten Gewichts seine Schwimmfähigkeit.
Das Modell von Revell hat bereits einige Jahre auf dem Buckel und ist in dieser Form momentan nicht mehr im Handel. Ich habe dieses Modell vor Jahren in einem Schnäppchenmarkt für 5 DM erstanden. Die Spritzlinge sind sauber in Revell-typischem Grün gegossen. Neben den Plastikteilen liegen 8 Gummiräder und ein Decalbogen bei. Die Anleitung ist sehr übersichtlich.
Der Bau beginnt mit dem Fahrwerk, welches leider nicht beweglich oder mit eingeschlagener Lenkung dargestellt werden kann - das wäre schön gewesen, vor allem bei einem 8-rädrigen Fahrzeug. Diese Modifikation ist in Eigenarbeit natürlich möglich, ich verzichtete aber darauf, da das Modell für mich lediglich eine Testplattform für neue Modelltechniken dienen sollte. Einige Bereiche des Fahrwerks haben leichte Passungenauigkeiten, die aber nicht groß stören. Der Bau der Wanne und die Detailierung verlief ohne Probleme, hier und da mussten Spalten mit Spachtelmasse ausgebessert werden, doch ist dieser Aufwand bei einem eckigen Fahrzeug eher gering. Beim Bau des Turms habe ich das Geschützrohr aufgebohrt.
Leider ist das Revellmodell nicht fehlerfrei: Abgesehen von den leicht falschen Winkel der Wannenpanzerplatten ist Revell der Fehler unterlaufen, über dem rechten 3. Rad eine Einbuchtung in die Wanne einzubauen - diese muss zugespachtelt und plan geschliffen werden. Zudem haben die Räder leicht falsche Maße und ein falsches Profil. Aufgrund des günstigen Bausatzes beließ ich jedoch diese Fehler.
Da ich ein früheres, einfarbig olivgrünes Modell bauen wollte, entschied ich mich für eine A1 Version und verwendete einen oliven Acrylfarbton (Hersteller weiß ich leider nicht mehr). Beim Aufhellen der Flächen wandelte sich die Farbe jedoch in einen mint-ähnlichen Farbton und wirkt nun eher wie Bronzegrün. Dann erfolgte das Aufbringen der Decals. Ein leichtes Washing mit schwarzer Ölfarbe und heller Grundfarbe, sowie eine Mattlack-Schicht bildeten den Abschluss der Lackierung.
Der Schlamm wurde aus Kaffeepulver, Gips und Holzleim erstellt und auf das Modell aufgebracht, vor allem im Fahrwerksbereich. Mit der Zahnbürste wurden Spritzer auf das Modell gelegt. Abschließend lackierte ich den Schlamm mit der Airbrush und Erfarbe. Die Unterseite und die unteren Seitenbereiche wurden dann mit einem dunkleren Farbton und Klarlack eingesprüht, um einen nassen Eindruck zu simulieren. Einige Blätter aus getrocknetem Tabak ergaben das Laub auf dem Fahrzeug. Um ein OpFor Fahrzeug aus einem NATO-Manöver darzustellen, erhielt der Spähpanzer auf allen Fahrzeugseiten rote Kreuze zur Feindmarkierung. Diese wurden aus Alufolie erstellt und bemalt.
Das Diorama stellt einen matschigen Feldweg auf einem Truppenübungsplatz dar. Dieser wurde auf einem Pinnbrett-Rahmen mit Pappe und Gips erstellt, anschließend mit Kaffeepulver und Farbe strukturiert und eingefärbt. Die Büsche und Grasbüschel sind aus dem Modellbahn-Zubehör. Die Pfützen erstellte ich mit UHU Alleskleber.
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